Blog

WordPress CDN einrichten: Der Guide zum Top Speed

WordPress CDN einrichten Speed

Hast du dich schon mal gewundert warum viele große Webseiten so schnell sind? Wie schafft es Netflix am Abend Millionen von Menschen Filme ohne Ladezeit zu zeigen? Die Antwort ist ein CDN, ein Content-Delivery-Network. Aber man muss nicht so groß wie Netflix sein, um die gleiche Technik zu nutzen. CDNs sind in den vergangenen Jahren immer beliebter und günstiger geworden. Somit ist ein CDN auch für kleine Webseiten wie Blogs und Unternehmens-Seiten bezahlbar. In diesem Post zeigen wir dir, wie du einen WordPress CDN einrichten kannst.

Was macht ein CDN?

Ein CDN nimmt die ’schweren‘ Dateien deiner Webseite, wie Bilder und Code, und spiegelt diesen auf hunderten Servern weltweit. Somit liegen diese Dateien viel näher bei dem Besucher deiner Webseite. Wenn er deine Webseite dann aufruft, bekommt er diese Daten von einem Server der so nah wie möglich bei ihm ist. Somit verkürzen sich Ladezeiten auf ein absolutes Minimum.

Vorteile eines CDN.

Ganz am Anfang steht natürlich die Geschwindigkeit. CDN Server sind optimiert auf das schnelle versenden von Daten. Zusätzlich entlastet der CDN deinen Hosting Server, da dieser nur noch wenige Daten ausliefern muss. So kannst du zum Beispiel dort Traffic sparen, während du gleichzeitig den Speed deiner Webseite erhöhst. Somit ersparst du Kunden nervige Wartezeit, was sich positiv auf dein Geschäft auswirken wird. Des Weiteren ist eine schnelle Webseite sehr relevant für SEO, Google liebt schnelle Webseiten und rankt sie höher ein.

 

Wie richte ich einen WordPress CDN ein? Schritt für Schritt erklärt.

 

1. Entscheide dich für einen CDN Anbieter

Es gibt mehrere Anbieter auf dem Markt, die hier in Frage kommen. Basierend auf deinen Bedürfnissen und die deiner Seite musst du dir folgenden zwei Punkte anschauen:

  1. Serverstandorte: Die Anzahl und Standorte der Server. Umso mehr Server und Standorte, desto kürzer ist der Weg zu dem Besucher deiner Webseite.
  2. Preis: Der Preis wird oft in Gigabyte verbrauchter Daten angegeben. Manche Anbieter bieten Block-Preise an, andere berechnen monatlich wie ein Handy-Vertrag.

Wir haben uns mehrere male für KeyCDN entschieden und bisher nur gute Erfahrungen gemacht. KeyCDN ist ein Schweizer Unternehmen und hat 25 Serverstandorte weltweit, weitere sind in Planung. Gleichzeitig ist KeyCDN der günstigste Anbieter: Es wird in Blocks abgerechnet, das heißt du kaufst einen Block an Daten und kannst diesen verbrauchen bis er leer ist. Der kleinste Block kostet 49$ für etwa 1,2 Terabyte, und du hast 1 Jahr Zeit ihn zu verbrauchen. 1,2 Terabyte sind einiges an Daten, und wenn du deine Bilder optimiert hast, sollte er auch für mittelgroße Webseiten lange reichen. Noch ein Vorteil: Du kannst diesen Block für mehrere Webseiten gleichzeitig verwenden. Außerdem bietet KeyCDN eine kostenlosen Testaccount an, ideal also um deinen WordPress CDN einrichten zu können.

Wir erklären dir anhand von KeyCDN wie du deinen WordPress CDN einrichtest. Dies ist ein sehr ähnlicher Prozess bei anderen Anbietern.

 

2. Erstelle eine Zone

Eine Zone beschreibt im Prinzip nichts anderes als deine Webseite. Für jede Webseite für die du einen WordPress CDN einrichten willst, brauchst du eine Zone. Gehe dazu links auf Zone und dann auf Add Zone. Der Zonename kann zum Beispiel dein Webseitenname sein. Wähle Pull als Zone Type, denn die Einrichtung als Pull Zone ist erstmal einfacher. Unter Origin URL trage nun die URL deiner Webseite ein. Wichtig ist hier http:// bzw. https:// nicht zu vergessen, abhängig davon ob deine Seite https unterstützt. Dies ist übrigens nur zu empfehlen, da es sich weiter positiv auf deinen Google Rank und das Vertrauen deiner Besucher auswirkt. Klicke dann auf Save. Das ganze sollte dann in der Übersicht so aussehen:

WordPress CDN einrichten

3. Erstelle einen CNAME Eintrag

Ein CNAME Eintrag mappt die Zone URL die du von KeyCDN bekommst auf eine SEO freundlichere URL. Gehe dazu auf die DNS Einstellungen deines Hosters und finde die CNAME Einstellungen. Kopiere die Zone URL aus KeyCDN und füge sie als Alias ein. Bei Hostname gibst du deine gewünschte CDN URL, die dann als Adresse deiner Bilder usw. erscheinen wird. Es bietet sich an cdn.deine-webseite.de zu nehmen, was dann im Falle von DigitalOcean so aussehen würde:

WordPress CDN einrichten DigitalOcean

4. Kaffeepause

Bis DNS einträge propagated sind, also durch alle Instanzen durchgelaufen sind, vergehen meist ein paar Minuten bei einer CNAME Erstellung. Trinke daher erstmal genüßlich deinen Kaffee.

5. Erstelle einen Zonealias

Ein Zonealias ist nötig, damit du deinen erstellten CNAME als custom CDN URL benutzen kannst. Gehe dazu links auf Zonealiases, dann auf Add Zonealias. Füge dann deinen eben erstellten Alias ein (cdn.deine-webseite.de) und wähle den Namen der Zone aus Schritt 2. Klicke auf Add.

6. Trage den CDN in deinem Caching Plugin ein

Der letzte Schritt um deinen WordPress CDN einzurichten! Unser lieblings Caching Plugin ist WP Rocket, und das Eintragen eines CDN dort ist kinderleicht. Auch dieser Prozess ist ähnlich für die anderen Caching Plugins. Gehe hierfür in dein WordPress Dashboard, dann auf Einstellungen > WP Rocket > CDN. Setze den Haken bei ‚Content Delivery Network aktivieren‘. Trage dann deine erstelle URL (cdn.deine-webseite.de) bei CDN CNAME(s) ein. Speicher das ganze, und du bist fertig! Tipp: Standardmäßig ist der Haken bei ‚CDN without SSL‘ gesetzt. Falls deine Webseite SSL hat, und du deine Zone mit SSL eingerichtet hast, musst du den Haken hier rausnehmen.

7. Checke die Funktion des eingerichteten WordPress CDNs

Nachdem alles eingerichtet ist, kannst du auf deine Seite gehen, und in Chrome Rechtsklick > Untersuchen auf ein Bild klicken. Dort sollte dann als src URL http://cdn.deine-webseite.de/deinbild.jpg stehen. Somit werden deine Bilder vom CDN geliefert. Du solltest jetzt einen deutlichen Speed Boost auf deiner Webseite merken.

Noch mehr Tipps und Tricks zur Optimierung deiner WordPress Seite findest du in unserem Blog Artikel zu dem Thema: WordPress Webseite schneller machen? So gehts!

Falls du weitere Fragen hast, wie du deinen WordPress CDN einrichten kannst oder interessiert an den Themen Online Marketing, Business und Social Media bist, schreibe doch einen Kommentar oder checke unsere Social Channels.

No Comments
Post a comment